Die Situation

Am Vosskotten und im Osten des Stadtgebietes sollen Windparks mit insgesamt 16 Windkraftwerken in einer bisher nicht realisierten Größe entstehen.
Mit einer Höhe von bis zu 230 m sind diese mehr als doppelt so hoch wie die bereits bestehenden Windkraftwerke. Allein der Turm hat die Breite eines Einfamilienhauses.
Die nachfolgende Zeichnung veranschaulicht die gigantische Größe einer Windkraftanlage im Verhältnis zu anderen Gebäuden.

 

Angesichts der erdrückenden Größe der Anlagen fürchten sich die dort lebenden Menschen vor den Folgen. in den Medien wird von betroffenen Anwohnern anderer Windparks berichtet, welche die Ausmaße der Belästigung durch
Lärm, Schattenwurf und optisch bedrängende Wirkung
im Vorfeld unterschätzt haben
und nun gezwungen sind, mit den Beeinträchtigungen und Bedrohungen zu leben.

"Es hat sich ein subventionsgetriebener, flächiger Windkraftausbau entwickelt, der den Betreibern und Projektierern nützt, aber die Nachteile für die Anwohner nicht ausreichend ausgleicht und thematisiert."

Alle Anwohner der Windparks, auch in den dicht besiedelten Gebieten links der Ems, müssen mit dem Verlust von Lebens- u. Wohnqualität, möglichen gesundheitlichen Folgen sowie dem Verlust von Eigentum rechnen.

Wegen des wachsenden Unmutes in der Bevölkerung über den zügellosen Ausbau der Windenergie, dürfte es schwierig sein, den Bürgern das Vorhaben mit Klimaschutzvorgaben zu begründen. Es vergeht kaum ein Tag, an dem nicht in den Medien über die wahren Hintergründe des Windkraftbooms berichtet wird.

Für den Schutz der Bürger vor diesen Gefahren gibt es die planerische Hoheit für die Steuerung der Windkraft auf dem Stadtgebiet. Diese darf der Rat nicht ohne Not aufgeben.

 

Wir sind deshalb der Meinung:
Es werden diejenigen Städte und Gemeinden die Gewinner sein, die sich dem kurzfristigen Subventionshype weitsichtig und besonnen entgegenstellen und ihre wertvollen, über Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte entstandenen Naturflächen nicht für kurzfristige, finanzielle Interessen einiger weniger Privilegierter opfern!

 

Lärm, Schattenschlag und optisch bedrängende Wirkung

In NRW gibt es keinen geeigneten Schutz für die Anwohner von Windparks! Eine Abstandsregelung wie in anderen Bundesländern liegt nicht vor. Stattdessen verweist man auf eine für Windkraftanlangen dieser Größenordnung vollkommen ungeeignete din ISO 9613–2 zur Ermittlung von Schallemissionen. Das Prognosemodell der DIN für bodennahe Schallquellen wurde mit einer Höhe von maximal 30 m entwickelt. Tatsächlich liegen die Nabenhöhen bei den in Greven geplanten Anlagen jedoch bei bis zu 160 m! Eine aktuelle Untersuchung des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz bestätigt das, was Anwohner an Windparks seit langem berichten: Der Lärm, der von diesen Anlagen ausgeht, ist stärker als nach der DIN prognostiziert.

Auszug aus der VDI – Ausgabe 33 v.19.08.16:
Ein Grund für die Differenz könnte neben der deutlich größeren Nabenhöhe darin liegen, dass die angenommene Bodendämpfung in den aktuellen Modellen überschätzt wird. Da weitere Messungen gefordert werden, hängt die Windbranche in der Luft. Bis zu einer Klärung hat der zuständige Normausschuss für die DIN ISO 9613–2 ein Interimsverfahren für die Schallprognosen vorgeschlagen. Die LAI prüft derzeit laut Myck, ob so ein Verfahren überhaupt rechtlich zulässig ist ….)

Diese Lärmbedrohung betrifft mehrere hundert Menschen, die unmittelbar in und um die Windparks leben. Weil laut Studie die Messabweichung bei der Stärke des Schalls mit der Entfernung zunimmt, wären tausende Anwohner in dem dicht besiedelten Gebiet Grevens links der Ems betroffen, die teilweise nur etwas mehr als 1.000 m entfernt vom nächsten geplanten Windkraftwerk wohnen. Neben dem Lärm ist zudem ein irritierender und störender Schattenschlag für das gesamte Gebiet zu erwarten. Auch der optische Eindruck wäre angesichts der Größen dieser bislang in der Realität noch nie gebauten Anlagen erdrückend. Vom gesamten Stadtgebiet aus wären die das Landschaftsbild dominierenden Anlagen sichtbar.

Visualisierung der geplanten Windkraftanlagen vom Grevener Rathausparkplatz gesehen

Noch gravierender wird das Landschaftsbild bei Dunkelheit. Denn zur Sicherung des Flugverkehrs müssen Windkraftwerke dieser Größenordnung mit umfangreichen Signalbefeuerungen ausgestattet sein.
Neben den beiden Rundstrahlfeuern auf dem Maschinenhaus sind für den Turm alle 45 Höhenmeter sogenannte Turmfeuer (ringsum) anzubringen. Die Flügelspitzen sind mit weiteren Signalbefeuerungen ausgestattet. Die Blinkfolge liegt zwischen 0,5 u. 1,5 Sekunden.
Angesichts der unzähligen, andauernd unregelmäßig blinkenden Warnlampen wird der Windpark bei Dunkelheit und in den Wintermonaten von der Stadt aus wie ein riesiger industriekomplex wahrgenommen - in der Art, wie man es sonst nur von der Petrochemie kennt.

 

Visualisierung der geplanten Windkraftanlagen bei Dunkelheit

Bisher unerforschte Gesundheitliche Gefahren durch Windkraftwerke

Marie-Therese Recker und Max Klein, hier mit Sohn Fritz, sind vor kurzem auf´s Grevener Land gezogen. Nicht zuletzt auch deshalb, weil sie sich gegenüber dem Stadtleben eine gesündere Umgebung für die junge Familie erhofft haben. Max hatte vor einigen Jahren einen Gehirntumor, der erfolgreich entfernt wurde. Seine Sorge, der Tumor könnte demnächst durch die infraschallemissionen der rings um sie herum geplanten Windkraftwerke wieder ausbrechen, scheint nicht unberechtigt zu sein. Ebenso die Sorge von Marie-Therese, dass eben dieser Infraschall Frühgeburten oder gar Mißbildungen verursachen könnte.
Sie hat herausgefunden, dass aufgrund solcher Vorfälle in Dänemark seit 1,5 Jahren so gut wie keine Windkraftwerke mehr errichtet werden dürfen, bis eine umfangreiche Studie zu den möglichen Gesundheitsgefahren vorliegt, die 2017 veröffentlicht werden soll.
Wegen der Häufung verschiedener unspezifischer gesundheitlicher Symptome bei Anwohnern von Windparks hat der deutsche Ärztetag  im Jahr 2015 die Politik dringend aufgefordert, die möglichen Folgen durch Infraschall zu untersuchen.
Die junge Familie hofft nun, dass der Rat die möglichen drohenden Gefahren abwendet.

 

Die wirtschaftlichen Folgen für anliegende Gewerbebetriebe

Durch die unmittelbare Nachbarschaft von Gewerbetreibenden zu Windkraftwerken können sich existenzbedrohende Folgen ergeben. Es gibt zahlreiche Beispiele aus dem In- und Ausland dafür, dass Betriebe aufgeben, da Mitarbeiter/innen über gravierende gesundheitliche Probleme klagten, seitdem unmittelbar neben dem Betrieb Windkraftanlagen errichtet wurden.

Große Windparks weisen darauf hin, dass das Umfeld der Windanlagen weiträumig nicht mehr betreten werden darf. Eisschlag und berstende Rotorblätter sind mittlerweile bekannte Gefahrenherde. Den Familien und deren Mitarbeitern werden diese Gefahren dauerhaft zugemutet! Durch die Planung der neuen windräder fühlen sich Anwohner in ihrer Entwicklungsmöglichkeit stark eingeschränkt und gefährdet.

Familie Czekalla betreibt am Hanseller Floth eine Staudengärtnerei und möchte nicht das gleiche Schicksal erleiden wie Berufskollegen in deren Umgebung Windräder aufgestellt wurden. Im Hintergrund ist ein 110 m hohes Windrad des bestehenden Windparks in e
Ebenfalls bedroht wäre der Gärtnereibetrieb der Familie Dübjohann. Das bei ihnen geplante Windkraftwerk wurde aufgrund eines Baumfalkenhorstes an einen anderen Standort verlegt. Sollte das gesamte Stadtgebiet für die Windkraft frei geben, wäre es nur ein

Gefährdung des Tourismus durch die Windkraftanlagen

Immer mehr Touristen besuchen das Münsterland - die Tendenz ist seit Jahren steigend, so der Tourismusverband. Laut Studien sind Tourismus und Windkraftwerke allerdings nicht miteinander vereinbar.

Die Familie Evert betreibt das Landhotel „Zur Gronenburg“. „Die Menschen kommen zu uns, um sich in der Münsterländischen Parklandschaft zu erholen“, so Frau Evert. Sie fürchtet, dass der Windpark und das gut 500 m entfernt geplante Windkraftwerk sie in ih

Wertverlust der Immobilien und Grundstücke

Welche bislang ungeahnten Konsequenzen die geplante Errichtung des Windparks haben kann, zeigen die Beispiele von Familie Lohmann/Ferlemann und Christof Cord und seiner Familie. Sie haben jeweils einen alten Bauernhof im Außenbereich gekauft und stellen jetzt fest, dass sie zukünftig zwischen bis zu 230 m hohen Windkraftwerken leben müssen. Sie befürchten, dass die Banken den Wert ihres Besitzes stark herabsetzen werden und somit die für die Zukunft geplante Anschlussfinanzierung in Frage gestellt wird.
Weil laut Studien Immobilien und Grundstücke, die an Windparks grenzen, stark an Wert verlieren, dürften diese Familien wohl kein Einzelfall bleiben.

 

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